Mittwoch, 17. Oktober 2007

Mittwoch, den 17. Oktober 2007

Hallo Zusammen:

Am 12. Oktober war „Dia de Crianças“ (Also Tag der Kinder). Da Dieser für die Mitarbeiter von „Casa do Menor“ arbeitsfrei ist, haben wir schon am Tag davor eifrig gefeiert:
Alle Kinder die in unseren „Casas“ leben, kamen zu unserem Zentrum. Dort gab es kleine Spielchen, einen Haufen Süßigkeiten und einen riesigen Kuchen. War sehr schön zu sehen wie viel Spaß die Kinder hatten und auch mal zu erleben wie vielen Kindern unsere Einrichtung helfen kann. Hätte gerne Fotos gemacht, da es ein riesiges Durcheinander war und alle Clownsnasen und Papierhütchen trugen. Bin allerdings noch sehr vorsichtig, mit dem benutzen uns zeigen der Kamera. Am 12. bin ich dann mit Moritz trotz freiem Tag zu „Casa Renascer“ gegangen, wo ich dann folgende Fotos schießen konnte: Meine Kinder und Betreuer in Casa Renascer (es fehlen 3 Kinder),...

Unser Fussballplatz,...
Hier bringe ich den Jungs die kuenstlerische deutsche Spielweise bei,...
Die 2 Juengsten, Jonathan (vorne) und Jairo (hinten),...
Die brasilianische Variante von ,...
Nachmittags fand dann ein ausgelassenes Straßenfest für die Kleinen statt. Bei uns hätte man mehrere Straßen gebraucht um so viele Kinder zusammen zu kriegen! Ich habe in meinem Portugiesischlernbuch gelesen das beinahe 50% der brasilianischen Bevölkerung unter 25 Jahre alt bzw. jung sind. Die vielen jungen Menschen sind immer und überall zu sehen, auch deshalb weil sich das Zusammenleben scheinbar auf der Straße abspielt. Wir haben hier in der Nähe der „Pousada“ eine Grundschule, und man kann nur hoffen, dass es die großen Schwestern und nicht die Mütter sind, die die Schulkinder abholen. Einer meiner Jungs hat zum Beispiel 10 Geschwister (Ein Bruder ist allerdings im „Traffico“ [so nennt man den Drogenhandel und die damit verbundenen Bandenkämpfe] umgekommen).

Generell wird einem nur manchmal klar, was die Kinder oder Jugendlichen mit denen ich tagtäglich zusammen bin schon alles erleben mussten und teilweise auch schon gemacht haben. Was für Schicksalsschläge sie nach „Casa do Menor“ gebracht haben, erfährt man nur sehr bruchstückhaft.

Wir haben heute 2 neue Jugendliche (Wagner 15 und Marcus 13 Jahre alt) nach „Casa Renascer“ bekommen. Ganz liebe Jungs, aber man merkt, dass sie noch sehr unsicher sind. Sie haben zuvor, wie die meisten Jungs, auf einem großen Gelände in der Nähe gelebt. Dort gibt es ein Haus für geistig behinderte Kinder, eine Schule, Wohnhaus u.s.w. Dort kommen die Jungs für ein paar Monate hin, wenn sie, wie auch immer, von „Casa do Menor“ aufgenommen werden. Es gibt dort auch Drogenentzugsangebote. Ich werde euch in ein paar Monaten näher von diesem Gelände erzählen, denn ich möchte unbedingt dort arbeiten. Da allerdings die Arbeit mit den Neuankömmlingen nicht ganz unproblematisch ist, möchte ich etwas gefestigter in der Sprache sein, bevor ich dort starte.
Aber, um nicht auszuschweifen, ich freue mich sehr die beiden kennen zu lernen. War wieder so ein Moment wo man feststellt, das man ja nicht eine Familie besucht, sondern mit vom Leben wild zusammen gewürfelten, gestrandeten Kindern arbeitet.

Sonntags waren wir, dann noch bei einem „Grande Almoço“ (Großem Mittagessen), das eine Kirchengemeinde veranstaltete in der unser Ausbilder der Elektriker Mitglied ist. Wir fuhren mit einem alten VW-Bus (von dem ich bis jetzt noch nicht weiß, ob Taxi oder Omnibus) dorthin, ohne Anschnaller, und ich bin gespannt wann ich nicht mehr staune, wenn ich hier durch die Gegend fahre. Gigantisch.
Typische Strasse hier in Miguel Couto (die Hauptsrassen sind aber asphaltiert),...
Unser Taxi,...
Freue mich übrigens immer wieder über eure vielen Nachrichten (in welcher Form auch immer). Toll eine solche Unterstützung und so ein Interesse zu spüren!
Bis zum nächsten Mal, euer Benni.

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Bruder.
Schön auch mal ein paar der Kinder zu sehen, die du so betreust. Sie scheinen dich ja zu mögen. Echt klasse! Bringe ihnen aber nicht die, wie du schreibst, "künstlerische deutsche Spielweise" im Fußball bei. Wir haben eben 3:0 gegen Tschechien verloren. Ein ganz schwaches Spiel...

Dir alles Liebe, dein Tobi.

Anonym hat gesagt…

Hallo Benni, da scheint ihr ja viel Spaß zu haben. Hier fängt es jetzt an kalt zu werden. Heute haben wir das erste Mal den Kachelofen an. Was macht dein protugiesisch? Meins ist leider schlecht, sodass ich auf der Homepage von Casa do Menor natürlich null durchblicke. Bei dem Auftritt von euren Leuten wurde erwähnt, dass die Kinder über das Jugendamt zu euch kommen(?) Wäre echt mal interssiert wie die offizielle Jugendhilfe (gibt es dort so was) in Brasilien aussieht. Ich frag mal meinen Chef ob ich eine Studienreise zu dir bezahlt bekomme. Das wäre was. Machs gut und dicken Kuss von Biggi

Anonym hat gesagt…

Boanoite ao se encontrar!!!
Comovai?
Você o sr. fala inglês?=)
O sr.está me entendendo?
Não estou entendendo.=)Desculpe!
Há ovos com bacon?=)
Poderia traduzir isso para mim?
Atélogo e desculpe!!!=)
Denk an dich (stand leider nich dabei!=))
bye marie

Anonym hat gesagt…

Huhu Ben !
Liebe Grüsse aus dem kühlen Hunsrück von D. und G.!
Tolle Bilder und schön dich zusammen mit den Kids mal zu sehen. Speichern immer wieder Bilder in unserem Benni-Ordner ab. Ist immer herrlich von dir zu hören. Ich werde dir die Tage mal smsen und dann machen wir mal einen Tel.-Termin aus.
Bis die Tage und paß auf dich auf...
Danny und Gehi

Anonym hat gesagt…

gude bruder, klingt ja alles ziemlich korrekt und es scheint das du dich immer wohler fühlst:) Mach weiter und lass dich beim fußball nicht so abziehen;)##also hau rein#greez schambes

Anonym hat gesagt…

hi Benni,
bei der Fülle von Daten könnten ich ja Stunden am Computer verbringen.
Freue mich, dass es Dir gut geht.
Alles ist sehr interessant und ich bewundere Dich. Ich hätte mich das niemals getraut.
Viele Grüße aus Gau-Aljesum , auch von Renate.
Dieter