Hallo ihr Lieben. Das neue Jahr steht dem Ereignisreichtum des Alten scheinbar in nichts nach, und so ging es am 9. Januar ohne Verschnaufpause direkt an den internationalen Flughafen von Rio. Nach zwei Stunden mit „Webjet“ (angenehmeres Ryanair) landeten wir in Salvador (mit 2,5 Millionen Einwohnern die 4. größte Stadt Brasiliens).
Dort wurden wir am Flughafen abgeholt und zur „Pousada Barroco“ gebracht die die nächsten 2 Nächte unsere Unterkunft darstellte. Nachdem wir einen ca. 1,5 Kilometer langen Tunnel der ausschließlich aus Bambus der am Fahrbahnrand wächst entstanden ist passiert hatten lies die halbe Stunde Fahrt zur Pousada einen ersten Eindruck von Salvador entstehen. Das riesige Rio muss bleibenden Eindruck hinterlassen haben, den Salvador kam mir irgendwie richtig Klein vor. Sehr viel Platz und Grünflächen, beinahe gemütlich.
Die Pousada, ist das Projekt eines dt. Pfarrers, der zufälligerweise mit Pfarrer Vogel meiner Endsendergemeinde „St. Wolfgang“ in Dieburg das Priesterseminar in Mainz absolviert hat.
(Die Welt ist ein Dorf,…). Die wirklich tolle Unterkunft dient dazu das eigentliche Projekt “Barroco no Bahia“ zu finanzieren, das sich darum kümmert das sakrale Musik in Salvador wieder an Bedeutung gewinnt.
Die Pousada,...Am ersten Abend machten wir uns dann zu dem von der Unesco zum „Kulturerbe der Menschheit“ erklärten Stadtteil „Pelourinho“ auf. Auch wenn es nur 5 Minuten Fußweg bedeutete war ich sehr erleichtert als wir den polizeiüberwachten Stadtteil erreichten. Leider ziehen die vielen Touristen in einem der ärmsten Bundesstaaten Brasiliens (Bahia) viele Taschendiebe und Kriminelle an. Da kenne ich zwar aus Rio auch, doch die vielen Warnungen und das „Nicht einschätzen können der Situation“ hinterließ bei diesem abendlichen Rundgang durch ein sehr schönes Viertel einen bitteren Nachgeschmack.
4 Bilder von Pelourinho,...

In der Nähe der Pousada ließen wir den Abend in einer nicht wirklich schön gelegenen Kneipe ausklingen. Dennoch fühlten wir uns, nicht mehr im touristischen Zentrum, zwischen all den Brasilianern die neben uns vor der Kneipe Platz genommen hatten sichtlich wohler.Nach einem reichhaltigen Frühstück in der Pousada machten wir uns dann am nächsten Morgen auf, den „Pelourinho“ richtig zu erkunden. Dort angekommen stellte ich fest dass ich meinen Reiseführer vergessen hatte, was euch jetzt zwar weitere „einschläfernde“ Fakten erspart, doch uns sehr geärgert hat. Ich hatte zumindest einen kopierten Stadtplan dabei, sodass wir uns orientieren konnten. Wir schlenderten also durch „Pelourinho“ und fuhren dann mit dem berühmten Aufzug von der Ober- in die Unterstadt.
Der Aufzug,...
Von dort ging es dann mit einem Schiff auf Reisen, wobei wir nicht wussten wo wir hinfuhren, sondern einfach Fahrkarten gekauft hatten. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir auf „Itaparica“ an. Einer schönen Insel, von der wir an einer Strandbar die Aussicht auf die „Skyline“ von Salvador genossen. Nach der Rückfahrt gönnten wir uns noch ein typisches lokales Fischgericht und ich mir eine schöne, stabile Hängematte.
So muss das aussehen,...Am nächsten Tag ging es dann zum eigentlichen Grund unseres Kommens. Dem Zwischenseminar. Mit 24 anderen Deutschen die ebenfalls in Brasilien (und einer in Bolivien) einen sozialen Dienst verrichten, 8 Tage über alles sprechen was einen beschäftigt (Projekte, Umgang mit Extremsituationen, Kulturschock, Was kommt nach dem Auslandsjahr,…).
Wie das wichtige Vorbereitungsseminar in Köln wurde auch dieses Seminar von „fid“ geleitet die sich auf Freiwilligendienste spezialisiert haben. Es macht nicht viel Sinn das Seminar in Worte zu packen, nur soviel: Es hat sehr gut getan mit faszinierenden Menschen die im selben Boot sitzen Zeit zu verbringen und ein bisschen zur Ruhe zu kommen.
Hinzu kommt das der Seminarort 100 Meter von einem mit Palmen gesäumten Bilderbuchstrand lag, sodass man in den Pausen oder vor dem Frühstück in die Fluten springen konnte (oder alternativ in meiner neu erstandenen Hängematte mit Meerblick lesen konnte.). Habe recht viele Fotos auf DVD aber mein PC weigert sich diese Abzuspielen, sodass ich vorerst nur diese 2 Fotos reinstellen kann:
Wie das wichtige Vorbereitungsseminar in Köln wurde auch dieses Seminar von „fid“ geleitet die sich auf Freiwilligendienste spezialisiert haben. Es macht nicht viel Sinn das Seminar in Worte zu packen, nur soviel: Es hat sehr gut getan mit faszinierenden Menschen die im selben Boot sitzen Zeit zu verbringen und ein bisschen zur Ruhe zu kommen.
Hinzu kommt das der Seminarort 100 Meter von einem mit Palmen gesäumten Bilderbuchstrand lag, sodass man in den Pausen oder vor dem Frühstück in die Fluten springen konnte (oder alternativ in meiner neu erstandenen Hängematte mit Meerblick lesen konnte.). Habe recht viele Fotos auf DVD aber mein PC weigert sich diese Abzuspielen, sodass ich vorerst nur diese 2 Fotos reinstellen kann:
Blick vom Eingang der Unterkunft,...
Bei der Abreise,...Nach einer anstrengenden, intensiven Woche ging es dann zusammen mit Christoph (Freiwilliger in Bolivien) via super Omnibus 1600 Kilometer die Küste runter in meine „Heimatstadt“ Rio de Janeiro. Dazu brauchten wir 15-mal so lang wie für die Hinreise mit dem Flugzeug, nämlich 30 Stunden. Es war aber toll ein bisschen von dem Land zu sehen in das Deutschland 24-mal reinpassen würde. Eine beeindruckende Landschaft und ich weis schon jetzt dass dies nicht meine letzte Langstrecke per Bus in Brasilien sein wird.
Da wir um 22 Uhr in Rio ankamen, 3 Stunden später als erwartet, und mit unseren Rucksäcken um diese Uhrzeit durch den Busbahnhof zu laufen reiner Selbstmord bedeutet. Fuhren wir mit dem Taxi in unsere Einrichtung in Rio selbst. Dort wurden wir auch herzlich empfangen. Zu meiner Überraschung auch von meinen Kindern aus „Casa Angelo“ die dort zurzeit „Ferien“ machen. Ich habe mich besonders gefreut ein strahlendes Lächeln von Ruan (10 Jahre) zu ernten, da er am letzten Tag vor meiner Fahrt nach Salvador 3-mal, in Folge seiner Epilepsieerkrankung, zusammengebrochen ist was mich ziemlich bewegt hat.
Da weiß man wieder warum man hier ist und ich freue ich mich wieder loslegen zu können, auch wenn ich momentan nach ans „Bett gefesselt“ bin um meine Grippe auszukurieren.
Werde voraussichtlich Ende dieser Woche wieder anfangen zu Arbeiten. Habe die Kinder richtig vermisst.
Hoffe ich habe keinen mit den vielen Zahlen und Fakten erschlagen,
bis zum nächsten Mal, euer Benni.



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„Christo Redentor“, die Erlöserstatue, bei herrlichstem Wetter,…


