Sonntag, 30. September 2007

30. September 2007


Der Blick von Caps auf die Strasse in der ich wohne,...


Eingang von Caps (Caps ist das Zentrum von Casa do Menor)

Hier links im Bild die Verwaltung, hinten links finden Informatikkurse
und die Friseurausbildung statt,...

Die Kapelle in der die Morgenandachten
und die kleineren Messen sattfinden,...

Rechts im Bild sind die Ausbildungswerkstaetten
(Elektriker, KFZ-Mechaniker, Schlosser,...)
















Donnerstag, 27. September 2007

Mittwoch, den 26 September

Sicht aus meinem Zimmer,...

Bon dia alle Zusammen,

an dieser Stelle ein Wochenablauf wie er sich scheinbar für meinen ersten Monat gestaltet:

Fangen wir mit Sonntag an, da Sonntag der erste Tag der Woche ist (domingo) und es dann weiter geht mit Montag (segunda-feira), Dienstag (terças-feiras), und so weiter.

Sonntag geht es morgens um 8 Uhr in die Kirche der Gemeinde, zusammen mit Eunice und Moritz, und in der Kirche sind auch immer noch Leute von Casa do Menor. Versuche eifrig mitzusingen und habe schon die ganze Zeit einen Ohrwurm,…
Mittags gehen wir dann in der Nähe Essen. Es gibt dort eine Art Kantine mit der Casa do Menor einen Vertrag hat, und da müssen wir dann so einen Coupon einlösen und bekommen dafür einen Teller den wir uns dann voll machen können. Eigentlich gibt es ja Mittagessen in „Casa Renascer“, aber da wir ja Wochenends nicht arbeiten, Essen wir dann dort zu Mittag.
Ab 14 Uhr gibt es in der „Cidah“ (Kulturzentrum, wenn man so will), immer Angebote an denen Kinder der Einrichtung aber auch aus dem Ort teilnehmen können. Es gibt dort eine große offene Halle, wo man Fußball spielen kann, und es wird „Capoeira“ angeboten (Was ich fest vorhabe zu erlernen). Da ich momentan eine Grippe/Erkältung was auch immer habe (Ständig 30 Grad und dann Klimaanlage, Pool, Gekühlte meist ungefilterte Getränke,…)
, habe ich am Sonntag bei der Percussionsgruppe mitgemacht, was mir ziemlich spaß bereitet hat. Außerdem gibt es dort noch AGs wie Theater, Zirkus, Turnen,…und einen Pool. (Pool ist übrigens nicht mit deutschem Standart zu vergleichen! Meist etwas trüb und gefiltert oder wiederbenutz wird das Wasser auch nicht, und alle gehen auch mit Klamotten rein, aber das macht ja nix.) Die „Cidah“ hat dann so bis 5 oder6 Uhr auf und dann geht es wieder in die Pousada.

Montag – Freitag sieht es folgendermaßen aus: Um 7 Uhr aufstehen und frühstücken. Das Frühstück besteht immer aus Weißbrot ähnlichen „Brötchen“ mit Margarine und darauf dann „Romeu e Julieta“ (Was bedeutet das man Guavenmarmelade mit festen „Frischkäse“ kombiniert). Ansonsten Kaffee oder Milch. Um 8 Uhr ist dann die Morgenandacht in der Kapelle von Casa do Menor, und danach gehen Moritz und ich (inzwischen alleine) zu „Casa Renascer“. Dort wird dann bis 17 Uhr „gearbeitet“ (Mit den Jungs spielen, Kochen helfen,…).
Ausnahme ist Mittwoch, wo wir mit den Jungs um 16 Uhr in den Gottesdienst in die besagte Kapelle gehen.
In der Pousada gibt es dann so zwischen 19 und 20 Uhr nochmals warmes Essen und dann super selbst gemachten Nachtisch (Kuchen, Maracuja-Muß, Kokoscréme oder frische Früchte). Das Hauptessen besteht (auch in der Kantine und in „Casa Renascer“) eigentlich immer aus Reis und Bohnen, was dann mit Gemüse, Fleisch oder Nudelgerichten kombiniert wird.

Samstag ist dann wieder Mittagessen in der „Kantine“ und um ab 14 Uhr wieder „Cidah“.
In die „Cidah“ zu gehen ist freiwillig, aber dort findet man ganz gut den Kontakt zu den Kindern, außerdem möchte ich ja bei Capoeira und der Percussionsgruppe mitmachen.

So sieht dann ungefähr der Wochenablauf aus, wobei die Brasilianer sehr spontan sind.
War zum Beispiel am Montag bis zum Mittagessen in „Casa Renascer“ mit Eunice in der Stadt, wegen meinem Handy und weil ich noch Post losschicken wollte, bzw. mir noch eine Embratel-Karte (Telefonkarte mit der ich von der öffentlichen Telefonzelle nach Deutschland anrufen kann für 0,60Reais/Minute) besorgen wollte. Am Dienstag war ich dann morgens in der Kapelle, da ich irgendwie meine Schlagzeugfähigkeiten einbringen soll und mich da mit einer Gruppe treffen sollte. Vielleicht kann ich einen Schlagzeugkurs anbieten wenn meine Sprache fortgeschritten genug ist?!

Mein Zimmer, mit den Fotos von euch,...

Zu mir persönlich ist zu sagen, da ich mich hier momentan sehr wohl fühle, auch wenn vieles noch sehr neu für mich ist und ich jeden Tag hundskaputt ins Bett falle. Es ist sehr anstrengend hier mit den Temperaturen, dem vielen Eindrücken und dem ständigen konzentrieren wegen der Sprache!
Die Pousada ist auf jeden Fall schon zu einer Art „Zuhause“ geworden.
Zur Arbeit: Es macht immer mehr Spaß mit den Jungs, weil man sich selbst sicherer fühlt und sie sich auch an einen gewöhnen. Langsam kann ich auch die Namen (Habe mir Kreppband gekauft und jeder der Jungs musste sich seinen Namen und Alter auf die Brust kleben), und ich gewinne alle schon total gern. Eines der Kinder ist weiß und kommt relativ frisch aus Angola, da er hier eine Krebsbehandlung bekommen hat. Sein Name ist Salomao und sein Gesicht ist ziemlich übel entstellt und dadurch ziemlich gehandicapt. Ein sehr netter Junge (Habe auch schon einen Selbstgebastelten Rosenkranz von ihm geschenkt bekommen) Es ist total rührend bzw. schön zu sehen, dass die anderen Jungs total normal und selbstverständlich mit ihm umgehen. So ist Salomao für das Haus auf eine Art und Weise ein Segen, weil die Jugendlichen viel von ihm erfahren können.
Die Sprache wird besser, aber ich muss mich noch sehr disziplinieren was das lernen angeht!
Auf jeden Fall macht die Arbeit sehr viel Spaß, es wird wahnsinnig viel gelacht. Dennoch hoffe ich dass ich selbst für mich einen Weg finde mich noch mehr einzubringen. Momentan lerne ich so viel von den anderen, und habe noch nicht das Gefühl viel zurückgeben zu können,…

Der Koch- und Essbereich, wie ihr seht offen,...

Ich glaube das war es erst einmal alles Wissenswertes für diese Woche.
Bin immer noch total gerührt, wie viele Emails und Mitteilungen ich von euch bekomme.
Es ist sehr schön zu wissen das Zuhause Menschen an einen Denken,
bis zum nächsten Mal, euer Benni.

Samstag, 22. September 2007

Donnerstag, den 20 September

Habe am Montag zusammen mit Moritz und einer Mitarbeiterin von Casa do Menor, alle Einrichtungen in der Nähe Miguel Couto`s besucht. Ziel war es uns einen Überblick über die Häuser (Casas) zu geben, damit wir entscheiden können wo bzw. wie wir uns einbringen möchten. Die Häuser (meist Schenkungen irgendwelcher Personen) sind ziemlich groß und haben immer noch viel Grundstück, wo teilweise dann auch ein „Fußballplatz“ und ein Pool drauf sind. Die Instandhaltung wird leider ziemlich vernachlässigt, aber die Kinder/Jugendlichen haben dort eine feste Bleibe und eine Art Familie. Es gibt immer 3 Pai-social/Mai-social (also „Eltern“), die für die Kinder (bis auf ein Haus mit Geschwistern und eins mit Kleinkindern, alle nach Altersgruppen und Geschlecht getrennt) Rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Die „Eltern“ fühlen sich wirklich als Eltern und das merkt man sofort!
Wäre jetzt etwas zu ausführlich alle Häuser Vorzustellen, deshalb nur eine Beschreibung von dem Haus in dem Moritz und Ich für den nächsten Monat arbeiten werden. Danach werden wir uns entscheiden ob wir das Haus wechseln möchten, bzw. und dann auch „trennen“ möchten.

Meine Arbeitsstätte seit Mittwoch heißt „Casa Renacer“, also „Haus des Wiederauflebens“,
ist ca. 10 Minuten (via Fuß) von meiner Pousada entfernt. Bis jetzt wurden wir immer von einem Straßenkind begleitet, weil die Zuständigen sagen es gibt sehr viele „malandro“ (Gauner) auf dem Weg. Auch Abend/Nachts dürfen wir die vorerst Pousada nicht verlassen.
In Casa Renacer werden 13 Jungs betreut, die so zwischen 10 und 18 Jahre alt sind. Teilweise sind Diese in der Schule oder bei der Ausbildung, aber es sind immer welche dort. Bis jetzt haben wir mit den Jugendlichen auf dem hauseigenen Fußballplatz und im Pool unsere Zeit verbracht, und nachmittags gibt es scheinbar immer einen Film. Wir verbringen also einfach den Tag mit den Jungs, und versuchen soviel zu verstehen wie möglich. Bin momentan noch ziemlich aufgeschmissen mit meinen Portugiesischkenntnissen, aber ich denke das kommt noch. Momentan können wir uns deshalb leider noch nicht so einbringen, aber ich glaube es ist einfach wichtig, dass man den Jungs Aufmerksamkeit zukommen lässt. Diese freuen sich übrigens immer uns zu sehen, und wir werden auch schon in den Straßen erkannt!

Noch zu erwähnen ist vielleicht, das es jeden Morgen im Zentrum von Casa do Menor, mit den Mitarbeitern und Kindern/Jugendlichen die dort ihre Ausbildung bekommen, eine Andacht in der Kapelle gibt. Das dauert immer so 20 Minuten und da wird dann von unterschiedlichen Menschen gepredigt und gesungen und Musik gemacht, und das läuft generell ziemlich Interaktiv ab. Fühlt sich alles schon ziemlich vertraut an, wenn man auf dem Gelände des Zentrums ist, auch wenn man die Sprache noch nicht so versteht.

Das sollte für heute Mal reichen, ich denke oft an euch, und habe ganz viele Fotos von euch aufgehängt (mein Gepaeck ist auch mittlerweile eingetroffen!!!), bis dahin, euer Benni.

PS: Habe jetzt ein Internetcafé entdeckt, wo ich mit meinem USB-Stick Fotos übermitteln kann. Allerdings nur vom Hauptrechner des Besitzer, weshalb es nie so viele Fotos auf einmal geben wird. Außerdem bin ich mit dem Fotografieren noch sehr Vorsichtig, was uns auch immer eingebläut wird. Wird wohl so aussehen, dass ich euch einmal die Woche schreiben werde. Eure Emails erhalte ich, habe aber leider nicht immer die Zeit jedem ausführlich zu antworten. Bitte deshalb um Verständnis und natürlich um weitere Emails*g

Meine Postadresse könnt ihr Rechts sehen. Telefon habe ich keines,
aber bald eine Handynummer, für SMS!

Mittwoch, 19. September 2007






Der traurige Abschied,...

















In der Mitte unsere Haushaelterin Eunice, daneben Christoph und Florian (2Deutsche auf der Durchreise),
und rechts Moritz.












Der Ausblick aus meinem Zimmer,...
Ihr bekommt am Samstag nochmal eien ausfuehrlichen Bericht!

Sonntag, 16. September 2007

Erste gruesse aus Rio de Janeiro!!!

Bin gut Angekommen, mein Gepaeck leider noch nicht, hoffe das ich es noch bekommen werde!!!
Deshalb gibt es leider auch noch keine Bilder, da das Uebertragungskabel meiner Kamera und Ladegeraet in meinem Gapaeck sind!

Weiss noch gar nicht was ich schreiben soll, es ist auf jeden Fall sehr schoen hier, Eunice unsere ist sehr sehr nett und freundlich zu uns, und alle anderen freuen sich auch total uns zu sehen. Moritz (mit dem ich mich super verstehe), teilt ein schoenes Zimmer mit mir, wenn meine Sachen kommen wird es ein bisschen heimelich eingerichtet,...

Habe schon einen Kurs Capoeira hinter mir ausserdem habe ich ein Wettschwimmen gegen ein Kind gewonnen (genugtuung nach Herausforderung*g), waren heute Morgen im Gottesdienst der Gemeinde, und es war total anders als bei uns, es wurde die ganze Zeit gesungen und geklatscht und es waren bestimmt 500 Menschen da, die Bananen schmecken hier besser ausserdem habe ich zum ersten mal eine frische maracuja gegessen (sehr lecker).

Bin noch total ueberwaeltigt von allem, werde die naechste Nachricht in ruhe in der Pousada schreiben, da hae ich mehr Zeit als her im Internetcafe und kann mich mal sammeln.

Adresse und Telefonnummer gibt es dann hoffentlich auch beim naechsten mal, und auch ein paar Fotos!!!

Moechte mich nochmal an dieser stelle bei euch allen bedanken. Ihr habt mir so viel schoenes gesagt, geschrieben, gebastelt, und es war sehr schoen zu spueren, wie viele Freunde in Gedanken bei einem sind.
Ihr bedeutet mir sehr viel,
vermisse euch schon jetzt,
euer Benni.

Dienstag, 11. September 2007

Am Freitag gehts endlich los.
Und dann gibt es Berichte aus Rio de Janeiro...

Auf dem Foto ist links Moritz zu sehen,
mit dem ich zusammen meinen Zivildienst machen werde.
Der ältere Herr ist Pe Renato, der italienische Pfarrer, der das Projekt leitet und aufgebaut hat.
Rechts seht ihr Michael, der schon 1,5 Jahre in Casa do Menor gearbeitet hat.