Mittwoch, 28. November 2007

Mittwoch, der 28. November 2007

Nach dem kleinen Schock, den ich euch beim letzten Mal zugemutet habe,
erhaltet ihr diesmal wieder einen Text der meine Erlebnisse beschreiben wird:

Am Montag hatte ich frei und nutzte die Zeit um Einkäufe zu erledigen und anschließend für Pe Renato und Luciana (Der Gründer und die Vorsitzende von „Casa do Menor“) ein Abendesse vorzubereiten. Es gab dann Überbackene Pfannkuchen mit „Fisch, Krabben, Spinat“-Soße sowie Salat und als Nachtisch Rotweinkuchen mit Zimtsahne. Nach brasilianischem Brauchtum gab es dazu natürlich einen Fruchtsaft und Caipirinha.
Leider hatten die Beiden nicht viel Zeit, aber für den Nachtisch wurde mir noch schnell die Tochter einer Mitarbeiterin zur Heirat angeboten,…
In „Casa Renascer“ habe ich dann zum ersten Mal in meinem Leben eine Jaca gegessen,
die folgendermaßen aussieht:Es ist echt toll, was es hier für eine Vielfalt an Früchten gibt.

Und wo wir gerade in Casa Renascer sind noch ein paar Impressionen:

Der brasilianische Fussball,...
Meine Jungs,...Ich mit Jairo und Marcus und ohne Haare,...

Da am Vortag die Jungs die Haare geschnitten bekommen haben, und ich sowieso schon lange mit dem Gedanken gespielt habe mir die Haare zu schneiden wagte ich mich dann am Donnerstag. Innerhalb von 20 Minuten war ich meine mich seit 5 Jahren begleitende Haarpracht los, was zur Folge hat das ich die ganze Zeit ungläubig an meinen Kopf fasse und meinen eigenen Schatten nicht erkenne,…
Die Hitze hier gibt mir allerdings Recht.
Ich lasse sie dennoch wieder brav wachsen:

Jonathan beim abwaschen von den kratzenden Haaren.
Wenn jemand ein suesseres Bild besitzt, bitte melden,...

Seit Donnerstag haben wir 5 Italiener in der Pousada wohnen, die für „Casa do Menor“-Italien arbeiten. 4 davon bleiben Für einen Monat darunter auch ein 21jährige und einen 21jährige. Da wir von Anfang an gut miteinander ausgekommen sind, wird es wohl eine lustige Zeit werden.

Freitag habe ich dann ein paar Dinge eingekauft und mit den Kindern von „Casa Angelo“ Teig für Stockbrot sowie Kräuterbutter gemacht. Den Tag über haben wir Feuerholz gesucht
und mit kleinen Macheten im anliegenden Wald passende Äste abgeschlagen. An meiner Anwesenheit haben sich neben den Kindern auch die riesigen Ameisen und Moskitos erfreut, die ärmelloses Shirt und Flip-Flops schamlos ausnutzten.
Abend kam dann noch Moritz nach und wir haben ein großes Feuer gemacht um Stockbrot und Würstchen zu grillen. Dazu gab es dann Kokosmilch direkt mit dem Strohhalm aus einer frischen Kokosnuss die überall auf dem Gelände wachsen.
Ein sehr schöner Abend, auch weil „Casa Angelo“ etwas abgeschiedener liegt und es dort ganz ruhig ist. Hier ein paar Impressionen von Haus, Kindern und Lagerfeuer:





Casa Angelo (Haus der Engel),...
Mit Brennspiritus gehts einfach besser,...

Leckere Kokosnuss,...

Samstagabend kamen dann 6 Männer aus der Gemeinde St.Wolfgang in Dieburg hier an. St. Wolfgang ist die Gemeinde über die ich hier nach Brasilien gekommen bin, da sie seit 20 Jahren „Casa do Menor“ sehr engagiert unterstützen. Meine „Arbeitgeber“ blieben hier für 4 Tage, danach ging es für sie heute weiter nach Fortaleza (im Norden Brasiliens) da wir dort eine Zweigstelle unseres Projektes haben. Zu ihrem Empfang gab es ein großes „Churrasco“ (also viel viel gegrilltes!) und das ein oder andere kühle Bier. Ein typischer und sehr schöner brasilianischer Abend und Moritz und ich blieben mit ein paar jungen Leuten von „Casa do Menor“ noch bis ca. 1 Uhr. Da es nachts doch etwas gefährlicher ist, fuhren die anderen noch mit dem Auto hinter unseren Fahrrädern her und begeleiteten uns so zur „Pousada“. Es ist echt irre was nachts noch auf den Straßen los ist.

Am Montag sollte ich die Deutschen und Italiener durch die Häuser von „Casa do Menor“ begleiten um zu übersetzen und ein bisschen zu erzählen. Das war sehr interessant weil wir auch noch in einen Teil mit dem Namen „Villa Claudia“ besucht haben, der hier mit zu den ärmsten Gebieten gehört. Dort stellt Casa do Menor eine Kindergrippe, eine Schule und ein kulturelles Angebot von dem wir uns auch gleich überzeugen konnten, da die Kinder uns ein „Trommelkonzert“ vorführten wobei von der Blechdose bis zu Bierdosenrasseln und Wasserkanister alles eingesetzt wurde.

Gestern hatte ich dann die tolle Möglichkeit die Deutschen mit dem „CdM“-Sprinter nach Rio zu begleiten. Zuerst waren wir in einem sehr leckeren Kilorestaurant (Diese Art von Restaurant gibt es hier überall. Es wird ein reichhaltiges Büffet angeboten von dem man sich dann nimmt und nach Gewicht der Portion bezahlt. Es gibt Restaurants in wirklich allen Preisklassen.) Danach machten wir uns auf den Weg zum „Corcovado“, den Berg also auf dem die berühmte Christusstatue steht. Durch viel Nebel und Regen hindurch kamen wir dann mit dem Bus dort an, und sahen statt dem eigentlich traumhaften Panorama über Rio de Janeiro nur schemenhaft die Umrisse der gigantischen Jesusstatue. Um den Ausblick tat es mir etwas leid, doch allein der riesige Schatten war schon sehr beeindruckend, zumal wir die Plattform nur mit vielleicht 20 anderen Menschen teilen mussten.

Jesus wollte sich mir vorerst nicht offenbaren,...
Trotz allem sehr beeindruckend,...


So ging es zumindest Stimmungsmäßig ungetrübt weiter an die „Copacabana“, die ebenso (durch das schlechte Wetter) leergefegt war, aber einen ganz eigenen Charme versprühte. Zumindest konnte ich ungefährdet rumlaufen und Fotos machen, da sich natürlich keine Diebe herumtreiben wenn keine Touristen da sind. Dort wurde dann aus einer Kokosnuss geschlürft und ich habe noch meinen älteren Bruder angerufen um ihn ein wenig neidisch zu machen :)



Das ich nicht an der Ostsee war, koennt ihr an den Hochhaeusern erkennen,...

Um das Touriprogramm zu vervollständigen durfte natürlich ein abschließender Besuch auf dem Zuckerhut nicht fehlen. Ebenfalls angenehm leer fuhren wir mit 20 Personen (anstatt normalerweise mit 70) zuerst auf den „Morro da Urca“ um von dort dann auf den Zuckerhut zu fahren. Dort war es ebenfalls sehr windig und neblig aber wer will sich schon beschweren wenn man dir Möglichkeit hat auf Rio`s bekanntestem Felsen zu stehen? Die Aussicht ließ zumindest einen guten Endruck zu und wer geht schon bei verhangenem Himmel dort hinauf. Von daher war der gesamte Ausflug zwar anders als gedacht, aber dennoch sehr reizvoll und imposant!
Der Zuckerhut wird hier Zucherbrot genannt,...
Der vorder Strand ist der Praia Vermelha (Roter Strand) der hintere die Copacabana,...
James Bond kam mir nicht entgegen,...
Fahrt ins Nichts,..., so bedrohlich kann der Zuckerhut ausschauen,...

Ich bin also wirklich in Rio, was man manchmal vergisst wenn ich hier durch die Straßen laufe,…

Das war also schon wieder die Zusammenfassung
meiner vergangenen Woche hier in meiner aktuellen Wahlheimat.
Liebe Grüße, euer Benni.Die Dieburger in der Pousada,...

Donnerstag, 22. November 2007

Donnerstag, der 22. November 2007



Die Aktion widme ich Nicole die jetzt wahrscheinich einen Luftsprung macht,...

Ansonsten bleibt zu sagen das ja auch alles wieder waechst,...

Sonntag, 18. November 2007

Samstag, der 17. November 2007

Hallo ihr Lieben aus dem kalten Deutschland
(und wo ihr sonst noch gerade auf dem Globus verstreut seit):

Ich musste ja, wie letztes Mal erwähnt, mit Moritz in ein neues Zimmer ziehen das nicht so groß und gemütlich erschien. Wir haben nun das Hochbett auseinander genommen, sodass wir 2 getrennte Betten haben und der Raum größer wirkt. Außerdem waren wir bei einem Schreiner in der Nähe. Da er kein passendes Holz für ein Regal zur Verfügung hatte habe ich ihm Aufgemalt wie er eine seiner gebauten Türen zersägen soll, was er dann auch gemacht hat. Mit viel Bohren und Dreck haben wir diese auch angebracht. Jetzt haben Moritz und ich jeweils eine große und einen kleine Ablagefläche aus einem Stück Tür.









Mein Zimmer,...

Es ist jetzt auf jeden Fall viel wohnlicher und gemütlicher, und in Anbetracht der Tatsache, dass ich hier die nächsten 10 Monate leben werde, war mir das schon wichtig.

Am Donnerstag fand das monatliche Treffen, der Mitarbeiter von „CdM“ statt. Es wurde wieder viel musiziert, was immer ziemlich lustig ist. Dieses Mal ging um das Thema Verluste, und jeder sollte sich überlegen, welche in seinem Leben die 3 schwersten Verluste dargestellt haben. Wer wollte durfte vor der ganzen Gruppe erzählen. Wiedererwartend waren recht viele dazu bereit etwas von sich preiszugeben und so ist bei den Vortragenden wie auch bei den Zuhörern des Öfteren eine Träne über die Wange gelaufen. Habe mich dabei gefragt ob so was in Deutschland auch möglich wäre, da es sich ja um Arbeitkollegen handelt, und wir ja (im Allgemeinen) nicht so gerne einen „Seelestrip“ hinlegen?!

Versuch unsere Kapelle komplett einzufangen,...
Am Nachmittag ging es dann mit 50 Kindern und Betreuern mit dem „Casa do Menor“-eigenen (Reise-)Bus ins Zentrum von Rio. Wir waren anlässlich einer Reihe von Konzerten die in diversen Museen in Rio stattfinden, eingeladen worden. In einem sehr edlen Museum hörten wir uns dann von Italienern (Sehr guter Sänger, Sängerin und Streicherensemble) vorgetragene klassische Musik an. Die meisten Kinder waren nicht so angetan, verhielten sich aber sehr anständig zwischen den „Reichen und Künstlern“ die auch da waren.
Über einen kleinen Umweg an den Stränden Rio`s vorbei, fuhren wir dann wieder zurück, wobei wir fast in einen Unfall verwickelt wurden. Da wir allerdings den Besten Busfahrer der Stadt unser eigen nennen dürfen (der komischer Weise permanent die rechte Spur benutzt) und dieser eine gute Reaktion hat, sind wir alle heil angekommen. Die gesamte Rückfahrt wurde von den Kindern/Jugendlichen gesungen, gehüpft und die Stimmung war sehr ausgelassen. Im Museum,...
Auf der Toilette des Museums,...Der Eingangsbereich, mit meinen Jungs,... Ein Teil der Gruppe,...(vorne links ist Eunice!!!)
Das Konzert,...
Auf der Rueckfahrt,... auch hier kann man deutsch Essen,...
Strassenschild zu meinem Wohnort ,...


Von Gestern auf heute habe ich dann in „Casa Angelo“ gearbeitet. Ein Haus in dem Jungs von 7-15 Untergebracht sind (+ ein behinderter 23jähriger). Werde jetzt jede Woche dort einmal übernachten, und ich habe schon viele Ideen was ich mit den Jungs alles machen kann. Der „Pai-Social“ Alexander, hat sich ebenfalls sehr gefreut, und ich habe mit ihm von 20 – 0 Uhr geredet (mein Redeanteil war selbstverständlich etwas kleiner). War auf jeden Fall sehr interessant, und ich freue mich auf meine weitere Arbeit dort. Die Kinder dort sind echt super.

Mir geht es hier wie gehabt echt super. Ich bin jetzt schon seit über zwei Monaten hier und die Zeit vergeht einfach im Flug. Jetzt habe ich noch 10 spannende Monate vor mir, auf die ich mich auch schon sehr freue.

Ich wünsche euch für die kommende Woche alles Gute, habe euch noch nicht vergessen, euer Benni.

Dienstag, 13. November 2007

Montag, der 12. November 2007

Die letzten Tage gingen sehr schnell vorbei,
da wir gar keine festen Abläufe hatten, da immer irgendetwas Anderes anfiel.
Moritz und ich sollten z.B. die Regeln für das Leben in der Pousada ins Deutsche übersetzen.
An 2 Tagen spielte ich mit den Jungs in „Casa Renascer“ Fußball im Regen (der momentan die ganze Zeit fällt), was dann bedeutet das man mit nacktem Oberkörper im Schlamm rumrutscht und danach aussieht wie sau. Aber wir hatten eine Menge Spaß und ich habe mir wiedererwartend keine Erkältung zugezogen.
Außerdem habe ich mir eine Silikonspritze von einem Mitarbeiter ausgeliehen (sowie Silikon gekauft) um die Duschen in der Pousada abzudichten, da sonst immer das Wasser in den Bädern stand.
Am Freitag war ich dann mit Moritz in „Casa Angelo“ (siehe vorheriger Bericht) zum Mittagessen eingeladen und wir haben dann dort den Tag verbracht. Voraussichtlich werde ich in Zukunft von Freitag auf Samstag dort übernachten, aber dazu beim nächsten Mal mehr.
Des Weiteren mussten wir unser Nobles 4er-Zimmer verlassen, und in ein 2er-Zimmer umziehen was sehr klein und zurzeit sehr unaufgeräumt ist. Wir haben aber vor Regale zu bauen um mehr Ablagefläche zu erhalten und es ein bisschen wohnlicher zu gestalten. Man soll sich ja schließlich heimisch fühlen.
Am Samstag bin ich mit Moritz zum ersten Mal alleine mit dem Bus nach Nova Iguaçu gefahren um durch eine Einkaufsmall zu schlendern und bei meinem guten Freund „Ronald Mc Donald“ vorbeizuschauen. In dem Kaufhaus war schon eine große Weihnachtslandschaft aufgebaut, mit Schnee und Tannenbaum und einer „Bimmelbahn“ für kleine Kinder. Wahrscheinlich stehen bei uns Zuhause auch schon ewig die Lebkuchen in den Regalen, aber hier war das total ungewohnt, weil ich bei den Temperaturen noch keine weihnachtliche Vorfreude entwickeln konnte.

Alles andere geht den gewohnten Gang, mein nächster Bericht fällt dann auch wieder länger aus, aber man muss es ja nicht immer ausreizen.
Fühlt euch gedrückt, bis dahin, euer Benjamin.

Zusatz: Wo ich gerade Benjamin geschrieben habe, sollte erwähnt werden dass sich immer alle köstlich amüsieren, da mein Name zum einen auf Portugiesisch „Mehrfachstecker“ heißt und außerdem der Wortlaut sehr nach dem portugiesichem „Küss mich.“klingt. Das führt natürlich ständig zu doppeldeutigen Begrüßungen,…

<Caps> von oben,...

Ohne Worte,...

Sonntag, 4. November 2007

Sonntag, der 4. November 2007

Eine ereignisreiche Woche neigt sich dem Ende zu.
Ich werde versuchen euch wieder daran teilhaben zu lassen:

Am Sonntagmorgen haben wir mit Eunice zusammen 2 dt. Krankenschwestern aus Heidelberg vom Flughafen abgeholt, die sich unser Projekt für 4 Tage anschauen wollten.

Links Sina und rechts Denise,...
Wir haben die Beiden dann am Montag mit zu „Casa Renascer“ mitgenommen und die Jungs haben sich natürlich über die Abwechslung gefreut.
Den DVD-Spieler habe ich „Casa Renascer“ vermacht, da wir in der Pousada einen besitzen und sowieso nie benutzen. So wurde dann auch gleich mal das Mikrofon angeschlossen und ausgelassen musiziert, was ziemlich viel Spaß gemacht hat.
Mittwochs haben wir die Mädels (Denise 22 und Sina 28), dann bei einer Führung durch „Cap`s“ begleitet um zu übersetzen, da sie kein Wort Portugiesisch sprechen konnten.Auf dem Weg zu „Casa Renascer“, haben wir ihnen dann noch in 2 andere Häuser gezeigt. Der goldigen Kinder wegen hier ein paar Fotos aus einem der Häuser. „Casa Herbalife“ wo Kinder von 0-6 Jahren betreut werden:
Am Donnerstag durften Moritz und ich dann eine Gruppe von 6 Kubaner begleiten, die über das Rote Kreuz „Casa do Menor“ von Montag bis Freitag besucht haben. Wir sind mit dem Sprinter (Mercedes-Bus [für alle die sich nicht mit Autos auskennen]), 2,5 Stunden nach Teresópolis gefahren, und die Fahrt hat uns einen atemberaubenden Ausblick beschert:


Wir mit Pe Renato,...
In der Nähe dieser Stadt, mitten im Urwald, besitzt „Casa do Menor“ ein riesiges Gelände, das wir besucht haben. Dieses wird von „Fazenda da Esperança“ genutzt, die mit unserem Projekt intensiv zusammenarbeitet, da Pe Renato und deren Gründer befreundet sind. „Fazenda Esperança“ ist eine Organisation in der Drogenabhängige auf Farmen (auch in Deutschland) für ein Jahr wohnen können. In dieser Zeit dürfen keinerlei Drogen konsumiert werden und mit Hilfe von der Abgeschiedenheit, dem Evangelium und der Arbeit schaffen es wohl relativ viele von den Drogen loszukommen und ein neues Leben zu starten.
Evt. werden Moritz und ich in 2 Wochen die Möglichkeit haben dort für ein paar Tage zu wohnen, was sehr interessant wäre da die Abgeschiedenheit und das Leben mit den Jugendlichen und Männern bestimmt eine Bereicherung sein könnte.
Danach sind wir noch kurz in die Region „Guapimirim“ zu einem anderen Gelände gefahren auf dem drogenabhängige Mädels und Frauen untergebracht sind.
Links ein Deutscher der in der Fazenda 9Monate arbeiten wird,...
Das moderne Fitnessstudio,... dafuer mit genialem Ausblick,...
Das Hauptgebaeude,...
Das baldige Mittagessen,...
Vorgestern sind wir dann anlässlich eines „Totengedenktages“ (evt. Allerheiligen) auf einen Friedhof außerhalb „Miguel Coutos“ gefahren um dort eine Messe abzuhalten, da dort 6-8 Kinder begraben liegen die mal in unserem Projekt gelebt haben.
Da dieser Friedhof allerdings auch Sklavenfriedhof war/ist und dort viele Menschen afrikanischer Abstammung begraben werden, waren dort auch Annhänger afrikanischer Religionen.Diese hielten dann ihre Zeremonien ab, die erst mal Fremd wirkten aber total interessant waren. Die „Afrikaner“ legten „Trank- und Speiseopfer“ in Bechern und Tonschalen nieder zündeten Kerzen und z.B. Zigarren an. Auf einem scheinbar älteren Friedehof in Blickweite wurden dann auch 1 Hahn geopfert, indem er verbrannt wurde, wobei er wohl aus der Schale hüpfte und dann in einer riesigen Stichflamme aufging die ich von unserer Messe aus sehen konnte. (Ein Fotograf aus „Monte Carlo“, der unser Projekt diese Woche für Spender ablichtete, war dabei und erzählte, ich war allerdings dann nach der Messe dort und habe die folgenden Fotos geschossen.)
Auf den letzten 3 Bildern Trank-, Brand- und Speiseopfer,...
Dazu wurde viel getrommelt, gesungen und manche hatten sich ziemlich in Trance getrunken.
Es war sehr interessant diesen scheinbar so verschiedenen Umgangsforen mit dem Tod zu erleben, da sich unsere Gesänge ständig mischten. Bin jetzt schon gespannt, da ich im Januar für eine Woche nach „Salvador de Bahia“ fahren werde, und dort der größte Anteil an Menschen afrikanischer Abstammung in Brasilien lebt.

Danach gab es dann in „Cap`s“ ein nettes Essen, und dazu schön kühles Bier und Caipirinha.
Abschiedsfoto mit Nick (der Fotograph) aus Monte Carlo,...
Abschiedsfoto mit den Cubanern,...

Es lässt sich also hier ganz gut leben. Ich habe noch gar keine Zeit Heimweh zu entwickeln, dennoch denke ich gerne und oft an euch.
Ganz liebe Grüße und eine erfolgreiche Woche, bis dahin,
euer Benjamin.