erhaltet ihr diesmal wieder einen Text der meine Erlebnisse beschreiben wird:
Am Montag hatte ich frei und nutzte die Zeit um Einkäufe zu erledigen und anschließend für Pe Renato und Luciana (Der Gründer und die Vorsitzende von „Casa do Menor“) ein Abendesse vorzubereiten. Es gab dann Überbackene Pfannkuchen mit „Fisch, Krabben, Spinat“-Soße sowie Salat und als Nachtisch Rotweinkuchen mit Zimtsahne. Nach brasilianischem Brauchtum gab es dazu natürlich einen Fruchtsaft und Caipirinha.
Leider hatten die Beiden nicht viel Zeit, aber für den Nachtisch wurde mir noch schnell die Tochter einer Mitarbeiterin zur Heirat angeboten,…
In „Casa Renascer“ habe ich dann zum ersten Mal in meinem Leben eine Jaca gegessen,die folgendermaßen aussieht:

Es ist echt toll, was es hier für eine Vielfalt an Früchten gibt.Und wo wir gerade in Casa Renascer sind noch ein paar Impressionen:
Der brasilianische Fussball,...
Meine Jungs,...
Ich mit Jairo und Marcus und ohne Haare,...
Da am Vortag die Jungs die Haare geschnitten bekommen haben, und ich sowieso schon lange mit dem Gedanken gespielt habe mir die Haare zu schneiden wagte ich mich dann am Donnerstag. Innerhalb von 20 Minuten war ich meine mich seit 5 Jahren begleitende Haarpracht los, was zur Folge hat das ich die ganze Zeit ungläubig an meinen Kopf fasse und meinen eigenen Schatten nicht erkenne,…
Die Hitze hier gibt mir allerdings Recht.
Ich lasse sie dennoch wieder brav wachsen:
Jonathan beim abwaschen von den kratzenden Haaren.Wenn jemand ein suesseres Bild besitzt, bitte melden,...
Seit Donnerstag haben wir 5 Italiener in der Pousada wohnen, die für „Casa do Menor“-Italien arbeiten. 4 davon bleiben Für einen Monat darunter auch ein 21jährige und einen 21jährige. Da wir von Anfang an gut miteinander ausgekommen sind, wird es wohl eine lustige Zeit werden.
Freitag habe ich dann ein paar Dinge eingekauft und mit den Kindern von „Casa Angelo“ Teig für Stockbrot sowie Kräuterbutter gemacht. Den Tag über haben wir Feuerholz gesucht
und mit kleinen Macheten im anliegenden Wald passende Äste abgeschlagen. An meiner Anwesenheit haben sich neben den Kindern auch die riesigen Ameisen und Moskitos erfreut, die ärmelloses Shirt und Flip-Flops schamlos ausnutzten.
Abend kam dann noch Moritz nach und wir haben ein großes Feuer gemacht um Stockbrot und Würstchen zu grillen. Dazu gab es dann Kokosmilch direkt mit dem Strohhalm aus einer frischen Kokosnuss die überall auf dem Gelände wachsen.
Ein sehr schöner Abend, auch weil „Casa Angelo“ etwas abgeschiedener liegt und es dort ganz ruhig ist. Hier ein paar Impressionen von Haus, Kindern und Lagerfeuer:




Casa Angelo (Haus der Engel),...
Mit Brennspiritus gehts einfach besser,...
Leckere Kokosnuss,...Samstagabend kamen dann 6 Männer aus der Gemeinde St.Wolfgang in Dieburg hier an. St. Wolfgang ist die Gemeinde über die ich hier nach Brasilien gekommen bin, da sie seit 20 Jahren „Casa do Menor“ sehr engagiert unterstützen. Meine „Arbeitgeber“ blieben hier für 4 Tage, danach ging es für sie heute weiter nach Fortaleza (im Norden Brasiliens) da wir dort eine Zweigstelle unseres Projektes haben. Zu ihrem Empfang gab es ein großes „Churrasco“ (also viel viel gegrilltes!) und das ein oder andere kühle Bier. Ein typischer und sehr schöner brasilianischer Abend und Moritz und ich blieben mit ein paar jungen Leuten von „Casa do Menor“ noch bis ca. 1 Uhr. Da es nachts doch etwas gefährlicher ist, fuhren die anderen noch mit dem Auto hinter unseren Fahrrädern her und begeleiteten uns so zur „Pousada“. Es ist echt irre was nachts noch auf den Straßen los ist.
Am Montag sollte ich die Deutschen und Italiener durch die Häuser von „Casa do Menor“ begleiten um zu übersetzen und ein bisschen zu erzählen. Das war sehr interessant weil wir auch noch in einen Teil mit dem Namen „Villa Claudia“ besucht haben, der hier mit zu den ärmsten Gebieten gehört. Dort stellt Casa do Menor eine Kindergrippe, eine Schule und ein kulturelles Angebot von dem wir uns auch gleich überzeugen konnten, da die Kinder uns ein „Trommelkonzert“ vorführten wobei von der Blechdose bis zu Bierdosenrasseln und Wasserkanister alles eingesetzt wurde.
Gestern hatte ich dann die tolle Möglichkeit die Deutschen mit dem „CdM“-Sprinter nach Rio zu begleiten. Zuerst waren wir in einem sehr leckeren Kilorestaurant (Diese Art von Restaurant gibt es hier überall. Es wird ein reichhaltiges Büffet angeboten von dem man sich dann nimmt und nach Gewicht der Portion bezahlt. Es gibt Restaurants in wirklich allen Preisklassen.) Danach machten wir uns auf den Weg zum „Corcovado“, den Berg also auf dem die berühmte Christusstatue steht. Durch viel Nebel und Regen hindurch kamen wir dann mit dem Bus dort an, und sahen statt dem eigentlich traumhaften Panorama über Rio de Janeiro nur schemenhaft die Umrisse der gigantischen Jesusstatue. Um den Ausblick tat es mir etwas leid, doch allein der riesige Schatten war schon sehr beeindruckend, zumal wir die Plattform nur mit vielleicht 20 anderen Menschen teilen mussten.
So ging es zumindest Stimmungsmäßig ungetrübt weiter an die „Copacabana“, die ebenso (durch das schlechte Wetter) leergefegt war, aber einen ganz eigenen Charme versprühte. Zumindest konnte ich ungefährdet rumlaufen und Fotos machen, da sich natürlich keine Diebe herumtreiben wenn keine Touristen da sind. Dort wurde dann aus einer Kokosnuss geschlürft und ich habe noch meinen älteren Bruder angerufen um ihn ein wenig neidisch zu machen :)


Das ich nicht an der Ostsee war, koennt ihr an den Hochhaeusern erkennen,...
Um das Touriprogramm zu vervollständigen durfte natürlich ein abschließender Besuch auf dem Zuckerhut nicht fehlen. Ebenfalls angenehm leer fuhren wir mit 20 Personen (anstatt normalerweise mit 70) zuerst auf den „Morro da Urca“ um von dort dann auf den Zuckerhut zu fahren. Dort war es ebenfalls sehr windig und neblig aber wer will sich schon beschweren wenn man dir Möglichkeit hat auf Rio`s bekanntestem Felsen zu stehen? Die Aussicht ließ zumindest einen guten Endruck zu und wer geht schon bei verhangenem Himmel dort hinauf. Von daher war der gesamte Ausflug zwar anders als gedacht, aber dennoch sehr reizvoll und imposant!
Der Zuckerhut wird hier Zucherbrot genannt,...
Der vorder Strand ist der Praia Vermelha (Roter Strand) der hintere die Copacabana,...
James Bond kam mir nicht entgegen,...
Fahrt ins Nichts,..., so bedrohlich kann der Zuckerhut ausschauen,...
Ich bin also wirklich in Rio, was man manchmal vergisst wenn ich hier durch die Straßen laufe,…
Das war also schon wieder die Zusammenfassung
meiner vergangenen Woche hier in meiner aktuellen Wahlheimat.
Liebe Grüße, euer Benni.
Die Dieburger in der Pousada,...







Mein Zimmer,...
Versuch unsere Kapelle komplett einzufangen,...
Im Museum,...

Ein Teil der Gruppe,...(vorne links ist Eunice!!!)












Am Donnerstag durften Moritz und ich dann eine Gruppe von 6 Kubaner begleiten, die über das Rote Kreuz „Casa do Menor“ von Montag bis Freitag besucht haben. Wir sind mit dem Sprinter (Mercedes-Bus [für alle die sich nicht mit Autos auskennen]), 2,5 Stunden nach Teresópolis gefahren, und die Fahrt hat uns einen atemberaubenden Ausblick beschert:






Das moderne Fitnessstudio,... dafuer mit genialem Ausblick,...





Dazu wurde viel getrommelt, gesungen und manche hatten sich ziemlich in Trance getrunken.

Abschiedsfoto mit den Cubanern,...