Es tut mir Leid das ich nicht in Gewohnter Regelmäßigkeit von mir hören lasse.
Es passiert einfach so unglaublich viel Momentan, außerdem ist meine Freundin (Alena) zurzeit zu Besuch und die Zeit möchte ich natürlich auch nutzen.
An dieser Stelle also ein 2 Gedankengänge und später ein paar Bilder aus dem winterlichen Brasilien:
Zur Zeit (brasilianischer Winter) haben wir herrliches dt. Sommerwetter, allerdings ist es abends recht kalt. Moritz und ich haben so aber nun doch noch Gebrauch von dem Glühweingewürz machen können, das ich importiert hatte. Gemütlich,…
Vor 2 Wochen hatte ich dann eine einmalige Gelegenheit: Zusammen mit einer Gruppe von „Casa do Menor“ sind wir in ein berüchtigtes Jugendgefängnis in Rio gefahren. Dort wurde anlässlich zum Johannesfest eine kleine Aufführung für die Jugendlichen präsentiert.
Nachdem wir alles abgeben mussten was in irgendeiner Weise als Waffe genutzt werden könnte (und sich langsam aber sicher ein sehr mulmiges Gefühl in meiner Magengegend ausbreitete) wurden wir in eine überdachte Halle gebracht wo ca. 250 Jugendliche, in kurzer Gefängniskluft, auf dem Boden saßen. Kinder zwischen 12 (!!!) und 18 Jahren saßen also auf dem kalten Boden und waren sichtlich froh ein bisschen Abwechslung zu erhalten. Unsere tanzenden Mädels wurden selbstverständlich unter johlendem Beifall gefeiert. Alles schien recht ruhig doch sahen wir natürlich nicht alles. Das Gefängnis das für ca. 45 Tage eine Zwischenstation für „Bonbonklauer“ bis hin zu Mördern (nahezu ausschließlich Unterschicht) darstellt hat einen schlimmen, wohl berechtigten, Bekanntheitsgrad. Die Zellen haben keine Betten und sind mit 20-30 Personen überfüllt. Als Toilette dient ein Loch im Boden. Ein Junge aus unserem Projekt, der auch schon dort war (mein Patenkind war im Übrigen auch schon dort) bezeichnete das Gefängnis als „Vorhof zur Hölle“ und berichtet davon, dass sie aus Schutz vor Übergriffen Rücken an Rücken im Sitzen schlafen würden.
Ein wirklich unschöner Ort. Dennoch wieder ein wichtiger Eindruck aus diesem sonderbaren Land
Neue Einblicke konnte ich auch gewinnen als ein Journalist und eine Photographin aus der Schweiz für eine gute Woche hier waren. Neben dem super Verhältnis zu Roman und Pia (die altersmäßig meine Großeltern sein könnten), war es auch super, das Moritz und ich die Übersetzungsarbeit leisten konnten/sollten/durften. Die beiden arbeiten an einem Bericht für ein Magazin von „Caritas“ in dem ein Junge begeleitet wurde. Dieser Junge war Jonathan (einer meiner Ersten in Casa Renascer), an dessen bisherigem Leben (Zuhause verprügelt, frühe Drogenkarriere mit großem Bruder und für das „Commando Vermelho“ [größtes und berüchtigtstes Drogenkartell in Brasilien] gearbeitet, von Polizei verprügelt, Bruder und bester Freund wurden erschossen,…) ich nun teilhaben durfte, da ich es ja übersetzte.
Was er mit 16 schon alles erleben musste ist unbegreiflich. In seinem Fall kann man wenigstens sagen das er sich auf einem guten Weg befindet, sein Leben umzukrempeln.
Ein gutes Gefühl.
Beschaulicher sind dann die letzten Tage verlaufen, die ich euch in Bildern mit etwas längerem Bilduntertiteln präsentieren werde:
Es passiert einfach so unglaublich viel Momentan, außerdem ist meine Freundin (Alena) zurzeit zu Besuch und die Zeit möchte ich natürlich auch nutzen.
An dieser Stelle also ein 2 Gedankengänge und später ein paar Bilder aus dem winterlichen Brasilien:
Zur Zeit (brasilianischer Winter) haben wir herrliches dt. Sommerwetter, allerdings ist es abends recht kalt. Moritz und ich haben so aber nun doch noch Gebrauch von dem Glühweingewürz machen können, das ich importiert hatte. Gemütlich,…
Vor 2 Wochen hatte ich dann eine einmalige Gelegenheit: Zusammen mit einer Gruppe von „Casa do Menor“ sind wir in ein berüchtigtes Jugendgefängnis in Rio gefahren. Dort wurde anlässlich zum Johannesfest eine kleine Aufführung für die Jugendlichen präsentiert.
Nachdem wir alles abgeben mussten was in irgendeiner Weise als Waffe genutzt werden könnte (und sich langsam aber sicher ein sehr mulmiges Gefühl in meiner Magengegend ausbreitete) wurden wir in eine überdachte Halle gebracht wo ca. 250 Jugendliche, in kurzer Gefängniskluft, auf dem Boden saßen. Kinder zwischen 12 (!!!) und 18 Jahren saßen also auf dem kalten Boden und waren sichtlich froh ein bisschen Abwechslung zu erhalten. Unsere tanzenden Mädels wurden selbstverständlich unter johlendem Beifall gefeiert. Alles schien recht ruhig doch sahen wir natürlich nicht alles. Das Gefängnis das für ca. 45 Tage eine Zwischenstation für „Bonbonklauer“ bis hin zu Mördern (nahezu ausschließlich Unterschicht) darstellt hat einen schlimmen, wohl berechtigten, Bekanntheitsgrad. Die Zellen haben keine Betten und sind mit 20-30 Personen überfüllt. Als Toilette dient ein Loch im Boden. Ein Junge aus unserem Projekt, der auch schon dort war (mein Patenkind war im Übrigen auch schon dort) bezeichnete das Gefängnis als „Vorhof zur Hölle“ und berichtet davon, dass sie aus Schutz vor Übergriffen Rücken an Rücken im Sitzen schlafen würden.
Ein wirklich unschöner Ort. Dennoch wieder ein wichtiger Eindruck aus diesem sonderbaren Land
Neue Einblicke konnte ich auch gewinnen als ein Journalist und eine Photographin aus der Schweiz für eine gute Woche hier waren. Neben dem super Verhältnis zu Roman und Pia (die altersmäßig meine Großeltern sein könnten), war es auch super, das Moritz und ich die Übersetzungsarbeit leisten konnten/sollten/durften. Die beiden arbeiten an einem Bericht für ein Magazin von „Caritas“ in dem ein Junge begeleitet wurde. Dieser Junge war Jonathan (einer meiner Ersten in Casa Renascer), an dessen bisherigem Leben (Zuhause verprügelt, frühe Drogenkarriere mit großem Bruder und für das „Commando Vermelho“ [größtes und berüchtigtstes Drogenkartell in Brasilien] gearbeitet, von Polizei verprügelt, Bruder und bester Freund wurden erschossen,…) ich nun teilhaben durfte, da ich es ja übersetzte.
Was er mit 16 schon alles erleben musste ist unbegreiflich. In seinem Fall kann man wenigstens sagen das er sich auf einem guten Weg befindet, sein Leben umzukrempeln.
Ein gutes Gefühl.
Beschaulicher sind dann die letzten Tage verlaufen, die ich euch in Bildern mit etwas längerem Bilduntertiteln präsentieren werde:
Im „Jardim Botânico“, einer Oase mitten im Großstadtdschungel,…
Koenigspalmen und meine Wenigkeit,...
Petrópolis, des Kaisers Sommerresidenz,…
Hier veranstalten die dt. Einwanderer das „Bauernfest“ mit Trachten, Blasmusik und traditionellem Speis und Trank,…
Zum Fressen gern,…
Moritz, Alena und Ich zusammen mit Salomon (Krebskranker jugendlicher aus Angola, der an diesem Tag 20 Jahre alt wurde, worauf wir ihn später zur selbst gemachten Pizza einluden),…
Bootstour mit Alena, Pia und Roman in der großen Bucht neben Rio (Blick auf den Zuckerhut),…
Mit 14 Kilometern verbindet diese Brücke Rio de Janeiro und die Nachbarstdt Niteroi,…
3 Stunden von Rio entfernt befindet sich das „St. Tropez Brasiliens“ mit dem Namen „Búzios“. Dort verbrachte ich mit Alena 4 Tage, in einer völlig andern Welt:
Am schnuckeligen Hafen,…
Wenn das nicht zum Baden einlädt,…
Schön wenn man in der Nebensaison reist,…
Mein Geburtstagsgeschenk, ein Surfkurs! Hier mit Longboard am „Praia de Geribá“,…
Trockenübungen auf einem wackligen Holzbrett das lose auf einem Zylinder liegt,…
Erste Annäherungsversuche an die Surferkarriere,…
Die Traumhafte Strandpromenade von Búzios zu abendlicher Stunde,…
Die „Escadaria de Selaron“ im Musik-/Künstlerviertel von Rio. Ein Künstler verarbeitete dort seit 18 Jahren schon über 2000 verschiedene Kacheln aus mehr als 60 Ländern, und ist noch lang nicht müde. Snoop Dog (+ Pharell Williams) und U2 nutzen diese Treppe schon in Musikvideos,…
Das bekannte Äquadukt in „Lapa“ (Stadtteil in Rio), dahinter die gigantische „Catedral Metropolitana“ sowie Hochhäuser des Zentrums,…
Morgen werden mein großer Bruder und meine Cousine dazu stoßen, und wir gehen auf Reisen. Wenn das Wetter mit macht, kommen in 2 Wochen Bilder zum neidisch werden in meinen Blog. Heute in 2 Monaten lande ich schon wieder in Frankfurt, bis dahin, euer Benni.
Mit 14 Kilometern verbindet diese Brücke Rio de Janeiro und die Nachbarstdt Niteroi,…3 Stunden von Rio entfernt befindet sich das „St. Tropez Brasiliens“ mit dem Namen „Búzios“. Dort verbrachte ich mit Alena 4 Tage, in einer völlig andern Welt:
Am schnuckeligen Hafen,…
Wenn das nicht zum Baden einlädt,…
Schön wenn man in der Nebensaison reist,…
Mein Geburtstagsgeschenk, ein Surfkurs! Hier mit Longboard am „Praia de Geribá“,…
Trockenübungen auf einem wackligen Holzbrett das lose auf einem Zylinder liegt,…
Erste Annäherungsversuche an die Surferkarriere,…
Die Traumhafte Strandpromenade von Búzios zu abendlicher Stunde,…
Die „Escadaria de Selaron“ im Musik-/Künstlerviertel von Rio. Ein Künstler verarbeitete dort seit 18 Jahren schon über 2000 verschiedene Kacheln aus mehr als 60 Ländern, und ist noch lang nicht müde. Snoop Dog (+ Pharell Williams) und U2 nutzen diese Treppe schon in Musikvideos,…
Das bekannte Äquadukt in „Lapa“ (Stadtteil in Rio), dahinter die gigantische „Catedral Metropolitana“ sowie Hochhäuser des Zentrums,…Morgen werden mein großer Bruder und meine Cousine dazu stoßen, und wir gehen auf Reisen. Wenn das Wetter mit macht, kommen in 2 Wochen Bilder zum neidisch werden in meinen Blog. Heute in 2 Monaten lande ich schon wieder in Frankfurt, bis dahin, euer Benni.
5 Kommentare:
Hallo Benni,Hallo Alena,
einfach klasse was und wie du uns immer wieder informierst und auf dem laufenden hälst. Die zwei "Großen" sind ja jetzt unterwegs! Pass gut auf euch auf und habt eine schöne, eindrucksvolle Zeit!!!
Liebe Grüße Petra und Nawuwuff
Ihr Lieben alle, lieber Benni,
am Datum sieht man dass du dir wünschst die Zeit würde stehen bleiben...(12. JuNi)
Ist ja auch super was du dort erlebst. Welche Kontraste und Eindrücke!!!
Wir wünschen euch eine schöne Zeit und senden euch ganz viele liebe Grüße
Biggi, Teresa, Michi und Chrissi
Hi Ben, Alena, Barbara und Tobi !!!
Viel Spaß zusammen und eine spannende und erlebnisreiche Zeit wünschen euch von Herzen
DANNY und GEHI !!!
Paßt schön auf, genießt und saugt alle Eindrücke in euch auf !!!
VLG D u G
hey!=)
ich wuensche euch allen auch ganz viel spaß und tolle tage zusammen!
denk ganz viel an euch und beneide euch jeden tag ein bisschen mehr!=)
viele liebe grüße und küsse aus der verregneten hauptstadt,
mary
Hallo ihr vier!
Kann dem was Marie geschrieben hat nur zustimmen - beneidenswert!!!
Hoffe ihr verlebt eine schöne und auch intensive Zeit miteinander!
Benni, schreibe dir am Montag gegen 10 ne SMS ob ich daheim oder bei meinem Vater bin...!
Grüße an alle
Claire
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