Samstag, 22. September 2007

Donnerstag, den 20 September

Habe am Montag zusammen mit Moritz und einer Mitarbeiterin von Casa do Menor, alle Einrichtungen in der Nähe Miguel Couto`s besucht. Ziel war es uns einen Überblick über die Häuser (Casas) zu geben, damit wir entscheiden können wo bzw. wie wir uns einbringen möchten. Die Häuser (meist Schenkungen irgendwelcher Personen) sind ziemlich groß und haben immer noch viel Grundstück, wo teilweise dann auch ein „Fußballplatz“ und ein Pool drauf sind. Die Instandhaltung wird leider ziemlich vernachlässigt, aber die Kinder/Jugendlichen haben dort eine feste Bleibe und eine Art Familie. Es gibt immer 3 Pai-social/Mai-social (also „Eltern“), die für die Kinder (bis auf ein Haus mit Geschwistern und eins mit Kleinkindern, alle nach Altersgruppen und Geschlecht getrennt) Rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Die „Eltern“ fühlen sich wirklich als Eltern und das merkt man sofort!
Wäre jetzt etwas zu ausführlich alle Häuser Vorzustellen, deshalb nur eine Beschreibung von dem Haus in dem Moritz und Ich für den nächsten Monat arbeiten werden. Danach werden wir uns entscheiden ob wir das Haus wechseln möchten, bzw. und dann auch „trennen“ möchten.

Meine Arbeitsstätte seit Mittwoch heißt „Casa Renacer“, also „Haus des Wiederauflebens“,
ist ca. 10 Minuten (via Fuß) von meiner Pousada entfernt. Bis jetzt wurden wir immer von einem Straßenkind begleitet, weil die Zuständigen sagen es gibt sehr viele „malandro“ (Gauner) auf dem Weg. Auch Abend/Nachts dürfen wir die vorerst Pousada nicht verlassen.
In Casa Renacer werden 13 Jungs betreut, die so zwischen 10 und 18 Jahre alt sind. Teilweise sind Diese in der Schule oder bei der Ausbildung, aber es sind immer welche dort. Bis jetzt haben wir mit den Jugendlichen auf dem hauseigenen Fußballplatz und im Pool unsere Zeit verbracht, und nachmittags gibt es scheinbar immer einen Film. Wir verbringen also einfach den Tag mit den Jungs, und versuchen soviel zu verstehen wie möglich. Bin momentan noch ziemlich aufgeschmissen mit meinen Portugiesischkenntnissen, aber ich denke das kommt noch. Momentan können wir uns deshalb leider noch nicht so einbringen, aber ich glaube es ist einfach wichtig, dass man den Jungs Aufmerksamkeit zukommen lässt. Diese freuen sich übrigens immer uns zu sehen, und wir werden auch schon in den Straßen erkannt!

Noch zu erwähnen ist vielleicht, das es jeden Morgen im Zentrum von Casa do Menor, mit den Mitarbeitern und Kindern/Jugendlichen die dort ihre Ausbildung bekommen, eine Andacht in der Kapelle gibt. Das dauert immer so 20 Minuten und da wird dann von unterschiedlichen Menschen gepredigt und gesungen und Musik gemacht, und das läuft generell ziemlich Interaktiv ab. Fühlt sich alles schon ziemlich vertraut an, wenn man auf dem Gelände des Zentrums ist, auch wenn man die Sprache noch nicht so versteht.

Das sollte für heute Mal reichen, ich denke oft an euch, und habe ganz viele Fotos von euch aufgehängt (mein Gepaeck ist auch mittlerweile eingetroffen!!!), bis dahin, euer Benni.

PS: Habe jetzt ein Internetcafé entdeckt, wo ich mit meinem USB-Stick Fotos übermitteln kann. Allerdings nur vom Hauptrechner des Besitzer, weshalb es nie so viele Fotos auf einmal geben wird. Außerdem bin ich mit dem Fotografieren noch sehr Vorsichtig, was uns auch immer eingebläut wird. Wird wohl so aussehen, dass ich euch einmal die Woche schreiben werde. Eure Emails erhalte ich, habe aber leider nicht immer die Zeit jedem ausführlich zu antworten. Bitte deshalb um Verständnis und natürlich um weitere Emails*g

Meine Postadresse könnt ihr Rechts sehen. Telefon habe ich keines,
aber bald eine Handynummer, für SMS!

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Servus Bruder bensson
klingt ja alles schon mal ziemlich cool da:) finds cool dass ihr direkt so viel mit den Straßenjungs zu tun habt damit ihr auch das vertrauen gewinnen könnt. und ja portugisisch das wirst du schon noch lernen:D früher oder später^^
Naja also hau mal rein und pasa auf dass dich nicht die quiterdamos schnappen^^

Gruß schamb from da schambensens

Anonym hat gesagt…

Hi benni:)
jetzt sind wir also beide in weiter ferne von zu hause.sau krass...aber america rockt halt einfach:)
klingt ja echt sehr interessant und cool bei dir:) hoffe du lebst nich gut ein und wirst gut aufgenommen!
pass auf dich auf,
gruss
Christian from Chester,USA:)

Anonym hat gesagt…

Hallo Benni,

erst einmal vielen Dank für die interessanten Infos. Hört sich nicht schlecht an. Vor allem freut es den besorgten Papa, dass auch an Deine Sicherheit gedacht wird:)

Man hört/liest sich,

Gruß Papa

Anonym hat gesagt…

Schön, dass es dir gut zu gehen scheint.
Hier in Kahl ist alles in Ordnung. Deine kleine Cousine spricht oft von dir.
Lieben Gruß von uns allen
Biggi